Ein kurzer Rückblick auf 2020 – oder: was machen wir nun eigentlich mit unseren High Heels und Klamotten fürs Büro??
COVID19 hat mir in den letzten 1 1/2 Jahren gezeigt, dass es eigentlich gar nicht soooo wichtig ist, was wir alles an tollen Blazern, Schuhen, Hosen oder auch Handtaschen im Schrank haben – es sieht doch sowieso keiner mehr! Oder doch???
In den ersten Wochen des Lockdowns, im März 2020, habe ich mich noch bemüht einigermaßen ordentlich vor dem Rechner zu sitzen und meine Meetings pünktlich und mit der größtmöglichen Professionalität durchzuführen. Wäre da nicht meine 6 jährige gewesen, die es immer super spannend fand sich selbst, dank Kamera, auf dem Laptop zu sehen oder während einer Kundenpräsentation zur neuesten SAP Software zu fragen wo denn die Antarktis ist oder sie hungrig sei und etwas essen möchte… Natürlich haben sich die Kunden und auch Kollegen daran gewöhnt, dass solche Zwischenrufe und Kameraauftritte in diesen Zeiten das neue “normal” sind, aber ein konzentriertes arbeiten war dennoch nur schwer möglich.
Natürlich war es absehbar, dass es nicht lange dauerte bis ich mir keine großen Gedanken mehr machte wie ich mich morgens mit meinem frisch gepressten Obst-Gemüse-Saft vor den Laptop setzte. Ich war einfach nur glücklich mir das all morgendliche Schminken und Überlegen: „was ziehen wir heute an?“ zu sparen. Was für eine Zeitersparnis, klasse! Zum Höhepunkt kam es dann als die Schulen geschlossen wurden. Nun gab es nicht einmal mehr einen Grund den Pyjama auszuziehen, weil man die Kinder nicht mehr in die Schule bringen musste und somit nicht mehr den irritierten und kritischen Blicken der anderen Eltern ausgesetzt war wenn man jeden Tag in Leggings, Hoodie und Dutt vor der Schule vorfuhr.
Hurra - extrem praktisch! Länger schlafen, ein wenig arbeiten so lange die Kinder noch schlafen, Kinder wecken, Schulaufgaben mehr oder weniger gut erklären und mit der Erstklässlerin durchführen (ob sie überhaupt irgendetwas aus den Monaten im Home Schooling behalten hat kann ich leider nicht versprechen, das wird sich irgendwann zeigen) und nebenbei versuchen seinen Vollzeitvertriebsjob einigermaßen erfolgreich mit in das Chaos zu integrieren. Herrje, ich hab den Haushalt vergessen – Mist! Naja, wie hieß es doch so schön im Song von Johanna von Koczian 1977 bereits: „das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann….“ Ich höre den Song gerade in meinem Kopf während ich das hier tippe und blicke erschöpft auf den Wäscheberg, der alle 2-3 Tage auf mich wartet. Wie zum Teufel kann es sein, dass ich so oft waschen muss, wenn wir eigentlich alle im Lockdown zu Hause sind, in Jogginghosen rumlaufen und nirgendswo hingehen dürfen???
Das ist eigentlich ganz leicht erklärt, denn neben den schulischen online Meetings bei denen man ja auch angezogen sein sollte, habe ich einen Job, für den man sich zumindest obenrum ein wenig zurecht machen sollte (ich habe mir dann immer gesagt: denk dran, nicht aufstehen, sonst sieht jeder deine Pyjama-/Trainingshose). 2-3 Mal in der Woche holte ich also eine Bluse und einen schönen Blazer aus dem Schrank und hört, hört, schminkte mich sogar. Den “Waschtag” meiner Haare musste ich im Kalender notieren, dauert ja immer etwas mit lockigem Haar und muss somit gut eingeplant werden. Wenn es besonders wichtige Meetings waren habe ich sogar ein paar High Heels aus dem Schrank geholt. Sieht zwar niemand, aber keine Frau kann mir sagen, dass sie sich nicht in einem paar guter Schuhe wie „Wonder Woman“ fühlt!
So habe ich für mich entdeckt, dass wir aufgrund der neuen Gegebenheiten unseren Kleiderschrank nicht vernachlässigen dürfen und unsere langjährig gesammelten, mit Liebe ausgesuchten Kleidungsstücke nun eine andere Art von Ruhm erhalten sollten. Ich habe, zum Beispiel, nach der Lockerung des ersten Lockdowns zum Spazierengehen gerne die „gute“ Jacke, die neulich erst erstandenen Turnschuhe zum Lebensmittel einkaufen oder aber das schicke Sommerkleidchen zum 2-Haushalte-Mädelsabend angezogen, herrlich!
Weitere Tips habe ich mir in einem der coolen virtuellen Workshops meines Arbeitgebers geholt: “wie kommt man auch im online Meeting gut rüber und wie muss der Laptop platziert werden sodass man nicht gleich nachdem man die Kamera einschaltet das virtuelle Gegenüber mit einem Doppelkinn begrüßt.” Lasst mich wissen, wenn ihr hier mehr erfahren wollt, ich bin nun ein Pro und habe ein Ringlicht über meiner Laptopkamera angebracht und glänze nun wie ein Spanferkel in jedem Teamsmeeting :-)
Natürlich wär ich keine stilechte Fashionista wenn ich mir nicht eine neue modische Herausforderung gesucht hätte (vor lauter Langeweile natürlich, weil: das bisschen Haushalt macht sich von allein… usw.): stylische Workout-Kleidung! Ich muss gestehen, dass ich über die Jahre mal mehr, mal weniger Sport gemacht habe und sich ein buntes Sammelsurium in meinem Kleiderschrank angesammelt hat. Bunt trifft es auch wirklich sehr gut, oh Gott. Meine Freunde wissen, dass ich eigentlich gar kein Fan von bunter Kleidung bin, habe mir aber damals eingeredet, dass eine bunte Trainingshose mehr Motivation mit sich bringt als eine schwarze (was man sich alles einredet um endlich mehr Sport zu treiben). Ergo: wenn man sich grundsätzlich jedes Mal zum Sport motivieren muss, hilft leider auch keine bunte Hose.
Kurzer Rückblick: im November 2019 habe ich wieder angefangen meiner eigentlichen sportlichen Leidenschaft nachzugehen: dem Basketball spielen. Was soll ich sagen, es ist und bleibt einfach MEIN Sport und auch wenn ich im ersten Spiel nach 14 Jahren nach den ersten 5 Minuten auf dem Feld knapp 10 Punkte gemacht habe (whoop whoop), brauchte ich leider nach den geleisteten Punkten gefühlt ein Sauerstoffzelt. Bedeutete also für mich während des Lockdowns: in den „Mittagspausen“ entweder joggen gehen oder mich der Pamela Reif-Sekte anzuschließen. Mit Erfolg! Die gejoggten Strecken wurden länger und die Pausen kürzer. Netter Nebeneffekt: die ersten Kilos purzelten und nach einigen Tagen mit Monster-Muskelkater und schmerzender Knie habe ich es auch geschafft 5km am Stück zu joggen. Tschackaaaa! Da hat man sich ein cooles Outfit redlich verdient. Seht ihr doch bestimmt genauso, nicht wahr?
Als Kind der 90er habe ich mich hierbei für Nike entschieden. Einmal ein Nike-Fan, immer ein Nike-Fan. Natürlich in meiner Lieblingsfarbe: schwarz! Es wurden Laufhosen, -socken, -oberteile und -jacken besorgt. Zu meiner Freude bekam ich alles zu guten Preisen in den Outlets ringsherum. Empfehlen kann ich euch besonders: Roppenheim, Wertheim, Nike Clearance Store
Eines muss hier aber noch erwähnt werden, die Laufschuhe von Nike haben sich bei mir nicht durchgesetzt. Meine kaputten Basketballerknie und -hüfte haben nach den ersten Wochen des bergauf und vor allem bergab Joggens immer sehr geschmerzt, weshalb ich mich nach einer kompetenten Beratung umgesehen habe. Meine Wahl ist auf den Laufladen in unserer näheren Umgebung gefallen: Marathonshop Wiesloch Hier wurde eine Laufanalyse durchgeführt und meine alten Laufschuhe wurden sehr gründlich inspiziert. Ich habe gelernt, dass ich leicht nach innen laufe, was wohl bei vielen Frauen der Fall ist und nun bin ich stolze Besitzerin von Asics Lausschuhen und gebe sie niiiiiiie wieder her! Lieben Dank an das Team vom Marathonshop Wiesloch für die tolle Beratung und für dieses fantastische Paar Schuhe. Seither habe ich keine Knie/Hüftschmerzen mehr und laufe extrem gerne.
Ihr seht also, Mode ist und bleibt einfach ein Teil meines Lebens und wird es auch immer sein. Ob im Office, im Wald oder beim Einkaufen.
Wie sicher viele von Euch schaue ich mir gern die ein oder andere Influencerin auf Instagram an und habe natürlich mit großer Freude vernommen, dass Jogginghosen und vor allem auch Leggings wieder voll „in“ sind und ihr glaubt gar nicht in wie vielen Varianten ich nun meine Leggings businesstauglich oder sportlich stylen kann. Lasst mich wissen ob ihr hier einige Stylingtipps braucht ;-).
Wie habt ihr das Chaos gemeistert? Erzählt uns davon.
Eure Anne